Was Sie über die in Spanien vorgeschriebene Motorradausrüstung wissen müssen

Sie planen eine Motorradtour nach Spanien und fragen sich, was das Gesetz in Bezug auf die Ausrüstung verlangt? Die spanische Gesetzgebung beschränkt sich nicht nur auf den Helm. Seit einigen Jahren verschärft die DGT (Dirección General de Tráfico) ihre Kontrollen in Bezug auf mehrere Ausrüstungsgegenstände, und die Strafen können eine Reise verderben.

CE-zertifizierte Handschuhe in Spanien: die nächste Verpflichtung, die man antizipieren sollte

In Frankreich sind CE-zertifizierte Handschuhe seit mehreren Jahren Pflicht. In Spanien entwickelt sich die Situation in dieselbe Richtung, jedoch in einem anderen Tempo.

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Die DGT hat eine Überprüfung ihrer Norm für Motorradhandschuhe eingeleitet. Ziel ist es, CE-zertifizierte Handschuhe gemäß der Norm EN 13594 für den Fahrer und den Beifahrer verpflichtend zu machen. Offizielle Kampagnen mit dem Titel “Tus guantes, tu seguro” begleiten diese gesetzliche Verschärfung.

Konkreter gesagt, auch wenn die formelle Verpflichtung zum Zeitpunkt, an dem Sie diese Zeilen lesen, noch nicht in Stein gemeißelt ist, beinhalten die Verkehrskontrollen bereits die Überprüfung der Handschuhe während spezieller Einsätze. Ein Detail, das man vor der Abfahrt wissen sollte, denn wie die Pflichtausrüstung für Motorräder in Spanien laut Terres d’envies detailliert, geht der Trend eindeutig in Richtung einer Verschärfung der Anforderungen.

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Warum warten, bis das Gesetz verabschiedet wird, um sich auszurüsten? Weil ein Beamter der Guardia Civil de Tráfico, der das Fehlen von Handschuhen bei einer verstärkten Kontrolle feststellt, bereits eine Strafe wegen unzureichender Sicherheit des Fahrers aussprechen kann. Es ist besser, ein Paar zugelassene Handschuhe in die Tasche zu stecken, als am Straßenrand zu verhandeln.

Motorradfahrerin in spanischer Stadt überprüft die Liste der obligatorischen Motorradausrüstung mit zugelassenem Jacke und klappbarem Helm

Zugelassener Helm in Spanien: was “korrekte Nutzung” wirklich bedeutet

Der Helm ist in Spanien Pflicht, daran besteht kein Zweifel. Was französische Motorradfahrer jedoch mehr überrascht, ist die strenge Auslegung des Begriffs korrekte Nutzung des Helms durch die spanische Polizei.

Seit einigen Jahren bestraft die Guardia Civil de Tráfico ausdrücklich die folgenden Situationen:

  • Ein Jet-Helm, der ohne Visier oder heruntergeklapptes Visier getragen wird, gilt als unsachgemäße Nutzung, auch wenn der Helm selbst zugelassen ist.
  • Ein Kommunikationssystem (Intercom, Kamera), das schlecht befestigt oder über das Profil des Helms hinausragt, wird als Veränderung der Zulassung eingestuft.
  • Ein Helm, der nach einer alten Norm (vor R22.05, dann schrittweise nach R22.06) zugelassen ist, kann bei einer Kontrolle abgelehnt werden.

Diese Vergehen sind in den Berichten der Einsätze “Semana Santa” und “Operación Verano” dokumentiert, den beiden großen jährlichen Kampagnen zur verstärkten Kontrolle auf den spanischen Straßen.

Welchen Helm wählen, um in Spanien ohne Risiko zu fahren

Bevorzugen Sie einen vollständigen oder modularen Helm, der nach ECE 22.06 zugelassen ist. Diese Norm ist die aktuellste und stellt bei Kontrollen kein Problem dar. Wenn Sie mit einem Jet-Helm fahren, überprüfen Sie, ob er über ein integriertes Visier verfügt und ob Ihr Intercom gemäß den Vorgaben des Herstellers befestigt ist.

Ein in Frankreich zugelassener Helm ist auch in Spanien zugelassen (gemeinsame CE-Kennzeichnung). Die Schwierigkeit liegt nicht in der Zulassung selbst, sondern in der Art und Weise, wie Sie den Helm tragen.

Nummernschild und Weste: die Fallen der Verkehrskontrolle

Über den Körperschutz hinaus legt die spanische Gesetzgebung auch Anforderungen an das Fahrzeug selbst fest, die viele Reisende vernachlässigen.

Das Nummernschild muss perfekt lesbar, sauber und darf nicht durch einen Gepäckträger oder ein modifiziertes Radhaus verdeckt sein. Die spanischen Beamten achten besonders auf diesen Punkt, insbesondere bei ausländischen Motorrädern. Ein Topcase oder ein Gepäckträger, der das Nummernschild teilweise verdeckt, reicht aus, um eine Geldstrafe auszulösen.

Reflektierende Weste: Pflicht bei Notstopps

Sie sind nicht verpflichtet, beim Fahren eine Warnweste zu tragen. Allerdings muss eine zugelassene reflektierende Weste griffbereit sein (nicht ganz unten in einem Koffer) und angezogen werden, sobald Sie das Motorrad am Straßenrand verlassen, sei es wegen einer Panne oder einfach für einen Halt auf dem Standstreifen.

Diese Regel gilt auch für den Beifahrer. Zwei Personen auf dem Motorrad bedeuten zwei Westen in Reichweite.

Flachansicht der vorgeschriebenen Motorradausrüstung in Spanien, einschließlich zugelassenem Helm, reflektierender Weste, Handschuhe und Schutzstiefel

Mietmotorrad und Roller in der Stadt: oft ignorierte Anforderungen

Haben Sie vor, einen Roller in Barcelona, Madrid oder Valencia zu mieten, um die Stadt zu besichtigen? Seit einigen Jahren verlangen diese Gemeinden von den Miet- und Motorradverleihunternehmen strengere Anforderungen.

Die Vermieter müssen mindestens einen zugelassenen Helm pro Passagier bereitstellen. Einige Städte gehen noch weiter und verlangen Informationskampagnen über das Tragen von Handschuhen und verstärkten Jacken zum Zeitpunkt der Fahrzeugübergabe.

In der Praxis variiert die Qualität der bereitgestellten Ausrüstung stark von Anbieter zu Anbieter. Ein “Leihhelm” im Selbstbedienungsbetrieb bietet nicht den gleichen Schutz wie ein gut sitzender persönlicher Helm. Wenn Sie während Ihres Aufenthalts regelmäßig fahren möchten, bringen Sie Ihre eigene Ausrüstung mit.

Zusammenfassung der Ausrüstungen, die vor der Abfahrt vorbereitet werden müssen

  • ECE 22.06 zugelassener Helm (oder mindestens 22.05), korrekt getragen mit Visier und Intercom gemäß den Vorgaben des Herstellers befestigt.
  • CE-zertifizierte Handschuhe (Norm EN 13594) für den Fahrer und den Beifahrer, auch wenn die formelle Verpflichtung noch in der Finalisierung ist.
  • Reflektierende Weste, die sofort zugänglich ist, eine pro Person auf dem Motorrad.
  • Nummernschild freigelegt und lesbar, nicht verdeckt durch Zubehör oder Gepäck.
  • Gültiger Führerschein (Kategorie A entsprechend der Hubraumklasse) und aktuelle Fahrzeugpapiere.

Die spanische Gesetzgebung zur Motorradausrüstung entwickelt sich schnell, und der Trend geht immer in Richtung einer Verschärfung. Die Vorbereitung Ihrer Ausrüstung vor dem Überqueren der Grenze bleibt der sicherste Weg, um unangenehme Überraschungen bei einer Kontrolle der Guardia Civil zu vermeiden.

Was Sie über die in Spanien vorgeschriebene Motorradausrüstung wissen müssen